Das Schröpfen

Das Schröpfen ist eine Methode der Humoralpathologie und gehört zu den naturheilkundlich etablierten Ausleitungsverfahren. Es basiert auf empirischem Wissen und wurde schon bei den ältesten Kulturvölkern angewendet.

Mit dem Schröpfen können bei präziser lndikationsstellung hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Auch bei klinisch erfolglos vorbehandelten Fällen werden noch überraschende Ergebnisse erreicht. Wir unterscheiden das blutige und das unblutige Schröpfen. Das blutige Schröpfen kann man als einen örtlichen Aderlass ansehen, der nach naturheilkundlichen Erkenntnissen vielfach entzündungswidrig, schmerz- und krampfstillend, blutverdünnend und blutreinigend wirkt. Er hat eine ableitende und ausleerende Wirkung. Das unblutige Schröpfen ist vor allem ein Hautreizmittel. Durch das unblutige Schröpfen können wir nach unseren Beobachtungen durch Setzen von peripheren Hautreizen innere Organe nicht selten positiv beeinflussen und zu einer Umstimmung bewegen. Auch auf das Immunsystem können wir durch diese Reiztherapie gute Einwirkungen erzielen.

Die Durchführung einer Schröpfmassage hat sich mir vor dem Einsatz anderer Therapien grundsätzlich als positiv (z. B. vor oder nach der osteopathischen Behandlung zur Gewebsauflockerung und Entspannung) erwiesen.

Das Schröpfen ist der Schulmedizin durchaus bekannt, dort aber weitgehend in Vergessenheit geraten. Größere wissenschaftliche Studien zu diesem traditionellen Heilverfahren sind unbekannt, sicherlich fehlt auch das wissenschaftliche Interesse daran.

 
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